LEGASTHENIE / LRS (LESE-RECHTSCHREIB-SCHWÄCHE)

In den Bereich der Legasthenie, Lese-Rechtschreib-Schwäche oder auch -Störung fallen alle Schwierigkeiten im Umgang mit der Schriftsprache. Hierzu zählen Lesen und Rechtschreibung aber auch Handschrift und der Umgang mit Texten.

Zunächst gilt es herauszufinden, was in den verschiedenen Bereichen schon alles gekonnt wird.

Das Lesen ist dabei besonders wichtig, denn es ist nicht nur in der Schule in allen Fächern, sondern auch im alltäglichen Leben dauerhaft in allen Bereichen von grundsätzlicher Bedeutung.

Wir beginnen ganz unabhängig vom aktuellen Schulstoff soweit vorne, wie notwendig, bei der letzten sicher gekonnten Fähigkeit.

So geht es über Laute und Buchstaben und ihre Zuordnung zu Silben, Wörtern und Sätzen. Neben dem reinen Lesen beschäftigen wir uns natürlich auch mit dem Verstehen, dem Sinn des Gelesenen.

Einen ähnlichen Weg gehen wir auch beim Schreiben und Rechtschreiben.

Die Ursache der bestehenden Schwierigkeit ist für mich nur insofern wichtig, als dass sie Hinweise für einen geeigneten Lösungsweg enthalten kann.

Neben dem Verstehen und Erüben der Grundlagen des Lesens und Schreibens ist es immer wieder wichtig, Spaß und Freude dabei erleben zu können.

Lernfortschritte gelingen am Besten in entspannter Atmosphäre und um einen Lernweg gehen zu können sollte man sich auch als kompetent und wirksam erleben dürfen.

Wir (er-)finden gemeinsam einen Weg mit eigenen Strategien um das Lesen und (Recht-)Schreiben zu erlernen. Genauso finden wir auch einen Weg für den Umgang mit den nicht auszugleichenden Schwächen.

Es gibt Menschen, denen ihre Art der Wahrnehmung der Welt nicht ermöglicht, sich so sicher in der Welt der Buchstaben zu bewegen, dass sie flüssige Leser und gute Rechtschreiber werden.

Auch so kann man gut durch Schule und Leben gehen, wie das gelingen kann, auch damit beschäftigen wir uns.

Für alle Kinder mit Schwierigkeiten im Lese-Rechtschreib-Bereich ist es möglich einen Nachteilsausgleich mit der Schule zu vereinbaren. Wenn ein solcher Ausgleich frühzeitig und beständig angewendet wird, gibt es auch Möglichkeiten des Nachteilsausgleiches bis in die Abschlussprüfungen hinein. Die Lerntherapie ist in Zusammenarbeit mit allen Schulformen in Telgte, Münster, Greven, Ostbevern und Westbevern ist möglich.

Für den Nachteilsausgleich ist die Diagnose einer LRS bzw. Legasthenie durch einen Kinder- und Jugendpsychiater notwendig und sinnvoll.

Auch für die betroffenen Kinder kann eine Diagnose hilfreich sein. Sie benennt das Problem, gibt ihm einen Namen. Das kann entlasten. Die LRS ist schuld und nicht das Kind, die Eltern oder die Schule.

Selbstverständlich braucht es einen guten und vorsichtigen Umgang mit einer Diagnose, damit sie ihre entlastenden Anteile entfalten kann.

Es kann sicherlich ebenso Gründe geben, sich gegen eine Diagnostik zu entscheiden, das gilt es abzuwägen.

Für meine Arbeit mit dem Kind ist sie nicht relevant.

Weitere Informationen über LRS erhalten sie auf der Seite bvl-legasthenie.de,  der Webseite des BVL, Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V.